Interview mit dem Vorsitzenden Samuel „Snuskanzler“ Lundell

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In einem Exklusivinterview mit dem Snus-Kurier beleuchtet Samuel „Snuskanzler“ Lundell, Vorsitzender des Nationalen, Schwedischen Verbands der Snuskonsumenten, die Hauptprobleme von Snus und Snuskonsumenten und erklärt, warum ihre Stimme gehört werden muss. Lundell, ein leidenschaftlicher Verfechter der Rechte von Snuskonsumenten, erläutert Zweck, Ziele und Zukunft des Verbands und grenzt sich dabei von anderen Organisationen wie dem Verband der schwedischen Snushersteller ab.

Reporter Calle: Wer sind Sie?

Samuel „Snuskanzler“ Lundell: Wir sind im Grunde ein Haufen Snuskonsumenten, die sich darüber aufregen, wie Snus und wir Snuskonsumenten behandelt werden. Die Steuer wird ohne Grund ins Unermessliche erhöht. Snus und Zigaretten werden als gleichwertige Produkte verglichen. Ja, die Liste ließe sich endlos fortsetzen.

„Snus rettet Leben. Also ja, Snus ist wichtig.“


Reporter Calle: Was unterscheidet Sie beispielsweise vom Verband der schwedischen Snushersteller?

Samuel „Snuskanzler“ Lundell: Ja, es gibt einen großen Unterschied. Sie vertreten die Hersteller und Produzenten. Wir nicht. Wir sind eine Verbraucherorganisation, die von Verbrauchern für Verbraucher gegründet wurde. Dieser Unterschied zeigt sich auch in anderer Hinsicht. Der Verband der schwedischen Snushersteller wird von der Tabakindustrie finanziert, wir nicht. Schließlich haben wir auch Gemeinsamkeiten. Einige der von ihnen verfolgten Themen kommen auch den Snuskonsumenten zugute, daher denken wir ähnlich.


Reporter Calle: Welche Kooperationen gibt es?

Samuel „Snuskanzler“ Lundell: Eigentlich keine offiziellen Kooperationen. Natürlich stehen wir im Dialog mit anderen Verbraucherverbänden. Aber wir sind eine sehr unabhängige Organisation.


Reporter Calle: Warum brauchen Snuskonsumenten einen nationalen Verband?

Samuel „Snuskanzler“ Lundell: Ja, dafür gibt es viele Gründe. Im Grunde geht es darum, Widerstand gegen die Anti-Snus-Politik zu organisieren. Zum Beispiel gegen die Snus-Steuer, die völlig unvernünftig gestiegen ist und weiter steigt. Wenn wir einfach weitermachen wie bisher, werden die Politiker nichts ändern. Wenn die Snus-Konsumenten hingegen eine starke Verbraucherorganisation haben, die ihre Interessen vertritt, wird es anders sein.


Reporter Calle: Ist Snus wichtig?

Samuel „Snuskanzler“ Lundell: Ja, die Meinung zu diesem Thema ist äußerst subjektiv. Aber ja, ich und viele andere denken so. Wir konsumieren Snus täglich und schon allein deshalb ist er wichtig. Snus wird auch von einem sehr großen Teil der schwedischen Bevölkerung (und von einem wachsenden Anteil international, wie z.B. in der Schweiz und in Österreich) konsumiert, was ein Grund für die extrem niedrige tabakbedingte Sterberate in Schweden ist. Snus rettet Leben. Also ja, Snus ist wichtig.


Reporter Calle: Was ist Ihr Ziel?

Samuel „Snuskanzler“ Lundell: Unser Ziel ist es, die Anliegen der Snus-Konsumenten zu fördern. Wir vertreten die Snus-Konsumenten und ihre Wünsche. Diese Anliegen sollten sich im Laufe der Zeit ändern. Aktuell setzen wir uns jedoch für drei Hauptthemen ein:

  1. Abschaffung der Snus-Steuer
  2. Abschaffung des Exportverbots für Snus innerhalb der EU
  3. Schadensminimierung sollte die Grundlage der schwedischen Tabakpolitik sein. Da die Mitglieder möchten, dass wir sie leiten, ist dies auch unser Ziel.

Reporter Calle: Kostet die Mitgliedschaft etwas?

Samuel „Snuskanzler“ Lundell: Nein, die Mitgliedschaft ist kostenlos.


Reporter Calle: Wie wird man Mitglied?

Samuel „Snuskanzler“ Lundell: Besuchen Sie unsere Website. Genaueres unter https://www.snusarnasriksforbund.org/bli-medlem

Achtung! Da auf der Anmeldungsseite eine schwedische Personennummer erforderlich ist, beschränkt sich leider dieser Verband bisher nur auf Schweden.

Im Interview betonte Samuel „Snuskanzler“ Lundell die Bedeutung einer starken Verbraucherorganisation für Snuskonsumenten. Der Snusarnas Riksförbund, eine von Verbrauchern für Verbraucher gegründete Gruppe, unterscheidet sich von anderen Organisationen, die Hersteller und Produzenten vertreten, und gibt Snuskonsumenten eine unabhängige Stimme.

Angesichts hoher Steuern und Exportverbote setzt sich der Verband dafür ein, die Anliegen von Snuskonsumenten an die Öffentlichkeit zu bringen, wie beispielsweise die Abschaffung der Snussteuern, die Aufhebung des Exportverbots und die Minimierung von Schäden als Grundsatz der Tabakpolitik. Die Mitgliedschaft im Verband ist kostenlos, und Interessierte können sich über die Website registrieren. Der Snus-Kurier wird die Arbeit des Verbands weiterhin verfolgen.

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