Tabak anbauen – der Tabakskäfer
Jetzt, da Ihre Tabakpflanzen im Garten, auf dem Balkon oder im Topf gedeihen, ist es Zeit, den nächsten Schritt vorzubereiten, der schließlich zu Ihrer eigenen Dose Snus führt. Und hier kommt der Tabakkäfer ins Spiel, ein weit verbreitetes Schädling.
Der Tabakanbau, einst das Rückgrat der Wirtschaft vieler Regionen, steht vor großen Herausforderungen bei der Erhaltung und Verbesserung der Erträge. Eine der grössten Bedrohungen für den Tabakanbau sind Schädlinge, die Tabakpflanzen während ihres gesamten Wachstumszyklus (und sogar während der Nachernteverarbeitung) befallen. Diese kleinen Plagegeister, von Insekten bis hin zu Pilzen und Viren, können verheerende Auswirkungen auf eine Tabakernte haben und sowohl Qualität als auch Quantität negativ beeinflussen.
Um diese Schädlinge, ihre Lebenszyklen, ihre Auswirkungen auf Ihre Tabakpflanzen und vor allem ihre effektive Bekämpfung zu verstehen, untersuchen wir in einer Artikelserie die häufigsten Feinde.
In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf den Tabakkäfer (Lasioderma serricorne), einen ungebetenen Gast, der beim Trocknen und Verarbeiten Ihres selbst angebauten Tabaks Probleme verursachen kann.
Der Tabakkäfer, auch Zigarettenkäfer genannt, ist ein Insekt, das dem Pharmaziekäfer (Stegobium paniceum) und dem Nagekäfer (Anobium punctatum) sehr ähnlich ist. Alle drei Arten gehören zur Familie der Ptinidae und kommen in Schweden und Deutschland in Innenräumen vor. Sie werden mit Waren bestreut und sind gute Flieger. Der Käfer befällt eine Vielzahl von Materialien, darunter Kaffee, Getreide, Trockengemüse, Nüsse, Gewürze, Polstermöbel, Papier, Textilien und Medikamente. Vor allem frisst er Tabak.
Der Tabakkäfer ist in verschiedenen Sprachen unter verschiedenen Namen bekannt:
Lateinisch: Lasioderma serricorne (Fabricius)
Norwegisch: Tobakksbille
Dänisch: Tobaksbille
Finnisch: Tupakkakuoriainen
Englisch: Cigarette beetle, Tobacco beetle
Deutsch: Kleiner Tabakkäfer, Zigarettenkäfer
Tabakkäfer, Tabakkäferlarve und Lebenszyklus
Der Tabakkäfer ist etwa 2–3 mm lang und braun gefärbt. Er lebt 2–6 Wochen und nimmt als erwachsenes Tier keine Nahrung auf.
Der Käfer ist auch ein Schädling für Tabak und befällt sowohl raffinierten Tabak, wie z. B. Zigarettenpackungen, als auch gelagerten Tabak, wie z. B. Bündel und Ballen.
Der Lebenszyklus des Tabakkäfers variiert je nach Temperatur. Bei 37 °C dauert er nur 26 Tage, bei 20 °C hingegen 120 Tage. Der Käfer verträgt keine Kälte und stirbt bei 4 °C innerhalb von sechs Tagen.

Um einem Befall vorzubeugen, sollten Sie Ihren Tabak immer bei der Anlieferung untersuchen. Sollten Sie einen Befall feststellen, können Sie die befallenen Blätter einfrieren oder hitzebehandeln und den Lagerort gründlich reinigen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es besser und einfacher ist, Probleme zu vermeiden, indem Sie sicherstellen, dass keine Tabakkäfer am Trocknungsprozess beteiligt sind. Sollte dies dennoch passieren, können Sie die Blätter, sofern Ihr Anbau und Ihre Ernte nicht zu gross sind, von Hand ernten. Sowohl Kühlung als auch Hitze können den Geschmack und den Charakter Ihres Snus beeinträchtigen.

